Winterkräuter

Winterkräuter, Felsenblümchen und Co. – Bald im Shop erhältlich!

Zwischen den wintergrünen Kräutern wie Salbei, Bohnenkraut, Thymian oder Rosmarin könnten jetzt auch Felsenblümchen, Lauchhellerkraut oder Barbarakraut wachsen. Wer im Winter auf frische Kräuter Lust hat, der kann auf dem Balkon, im Wintergarten oder Frühbeet eine schmackhafte Winterkultur, ziehen. Auch Gartenkerbel, Vogelmiere, oder Brunnenkresse gedeihen lieber in kühleren Temperaturen, ob nun draußen, im Gewächshaus oder auf der Fensterbank.

Allen voran empfehle ich das Felsenblümchen, (Draba muralis) oder auch Mauer-Felsenblümchen oder Mauer-Hungerblümchen genannt, wächst, ähnlich wie Feldsalat, in kleinen Rosetten, und ist ein einjähriges, heimisches Wildkraut. Es keimt im Hochsommer oder Spätsommer um dann im Frühling zu blühen. Da es nicht nur essbar, sondern auch äußerst schmackhaft ist, bereichert es den winterlichen Speisenplan. Es hat sehr zarte, aber raue Blätter, wie zarter Boretsch und schmeckt wiederum sehr fein-intensiv nach einer Mischung aus Waldmeister und Kresse und ist dabei süß und scharf zugleich. Eine Schärfe, die zwar deutlich ist, aber dennoch zurückhaltend, als würde sie die übrigen Aromen des Krautes selbst ergänzen und unterstützen.

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Eigentlich lebt es auf felsigen Böden, in Mauerritzen, und bleibt recht klein. Doch unseren lehmigen Hunsrück – Böden, an die es sich anschmiegt, oder gar auf Kompost und noch besser im Gewächshaus gedeiht es zu einer Größe, die man ganz gut ernten kann. Diesen Geschmack, der diverse andere Wildkräutergerichte, vornehmlich frische Salate, in eigentümlicher Weise unterstützt, begleitet oder abrundet, möchte ich nicht mehr missen. Bei Versuchen Wildkräuterpestos mit und ohne Felsenblümchen zu fabrizieren, habe ich festgestellt, dass es alles verbindet und harmonisiert. Jedenfalls empfindet mein Gaumen das so.

Ganz besonders fein und lecker ist das verwandte Lauchhellerkraut! (Thlaspi alliaceum) Wer Rucola mag, mit einem Hauch süßem Knoblauch, der wird sicher bald zum Fan von diesem zarten Kräutlein. Es wächst zunächst ebenfalls in kleinen Rosetten und wird doppelt so groß wie Feldsalat. Im März will es blühen und sich vermehren.

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Ein Nebeneffekt der Winterkräuter ist natürlich, dass der Boden im Winter bedeckt ist und sich Hahnenfuß und andere Gesellen nicht so breit machen können, bzw. die Gartenerde nicht erodiert oder austrocknet. Das Felsenblümchen sucht sich dabei die Lücken und füllt sie herrlich aus und bedrängt auch blühend die anderen Pflanzen nicht, oder lässt sich sehr leicht jäten und anschließend essen, denn auch das blühende Kraut schmeckt hervorragend und ziert mit seinen zarten weißen Blütchen an ca. 10 bis 20 cm langen Stielchen die Frühlingssalat – Teller.

Das Barbarakraut (Barbarea intermedia) ist ebenfalls ein winterwüchsiges kresseverwandtes Kraut, das deutlich schärfer und weniger vielfältig ist als das Felsenblümchen. Man findet es an saftigen Ackerrändern in verschiedenen Arten, aber man kann es auch wunderbar im Garten ziehen oder natürlich im Gewächshaus, um immer einen frischen Vitaminvorrat im Winter zu haben.

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Ein weiterer winterlicher Vitaminspender ist das Löffelkraut (Cochlearia officinalis), das eigentlich in Norddeutschland beheimatet ist und, milchsauer eingelegt, mit auf die hohe See fuhr.

Zuletzt möchte ich auch das Postelein (Montia perfoliata), das aus Nordamerika stammt vorstellen, das eine wunderbare Salatbereicherung für den Winter ist. Es wächst, wie der Feldsalat auch unter dem Schnee weiter, zu starke Fröste oder Schneefall schaden allerdings dem Aussehen seiner Blätter.

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In ein paar Wochen ist es dann soweit! Dann gibt es die Winterkräuter auch im Shop!

 

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